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Zwei „Tarantate“ in Galatina, Apulien. Tarantismus beschreibt eine Hysterie oder Manie, die den Tod durch einen giftigen Spinnenbiss verhindern sollte. Man glaubte, die Opfer könnten nur überleben, indem sie wild tanzten. Besonders oft fanden solche Ausbrüche zur Zeit des Festes des Heiligen Petrus und Paulus um den 29. Juni statt. In der Kapelle des Hl. Paulus in Galatina, Apulien, tanzten meist mehrere Frauen am Festtag; sie wurden auch die Bräute des Hl. Paulus genannt.  Auf der Collage sind zwei dieser „besessenen“ Frauen abgebildet. Das Phänomen war besonders im 16. und 17. Jahrhundert weit verbreitet, existierte aber bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts in Süditalien. 
Collage aus zwei historischen Fotos von Chiara Samugheo und Franco Pinna, Bearbeitung Alessia Rollo.

Fotografie in Süditalien : Die Magie der Rituale

Mit einem ausgeprägten Sinn für visuelle Poesie gibt die italienische Fotografin Alessia Rollo einen Einblick in Rituale und Feste im Süden Italiens. In ihrer Fotoserie „Parallel Eyes“ erschafft sie eine Bilderwelt, die neue Perspektiven auf Religion im Mezzogiorno eröffnet.
Eines der Gemälde aus dem 17. Jahrhundert, die in der Georgofili-Akademie aufbewahrt werden und bei der Bombardierung beschädigt wurden. Die dunklen Flecken auf der Leinwand sind die Teile des Gemäldes, die nicht wiederhergestellt werden konnten.

Bombenanschlag der Mafia : Die Nacht der Uffizien

Einst versuchte die italienische Mafia, eines der berühmtesten Museen der Welt zu zerstören. Die beiden Fotografen Paolo Cagnacci und Matteo Cesari sind 30 Jahre nach dem Attentat in Florenz auf Spurensuche gegangen.
Ausschnitt des Kontaktabzugs: Aufnahme 27A vom Samstag, dem 19. Mai 1973, zeigt das Bild von Leonid Breschnew im Gespräch mit Willy Brandt, das später zur Ikone wurde.

Breschnew-Besuch 1973 : „Ich ließ es darauf ankommen“

Im Mai 1973 entstand im Bonner Kanzlerbungalow eines der bekanntesten Bilder der Bundesrepublik. Barbara Klemm fotografierte Breschnew mit Brandt. Zum fünfzigsten Jubiläum sprechen wir mit der Fotografin.

Waldland Deutschland : Der deutsche Wald in Gefahr

Der deutsche Wald muss gerettet werden – darüber herrscht Einigkeit. Nur eine Lösung haben die wenigsten. Drei Wälder, viele Blickwinkel.

Paulskirchenjubiläum : Objekte der Revolution

Der Weg der Deutschen zur Freiheit war lang und steinig. Sieben Gegenstände, die meisten davon im Besitz des Historischen Museums, erzählen die Geschichte der Paulskirchen­versammlung, deren 175-Jahre-Jubiläum am Donnerstag begangen wird.
Skateboarder Josh Harmony schwimmt im Lake Shasta, Kalifornien, 2003.

Wires Crossed : Skateboarding als Subkultur

Skateboardfahren galt schon in den 90ern als Subkultur, Quelle von Draufgängertum und Kreativität. Dies belegt das neue Fotobuch „Wires Crossed“ des ehemaligen amerikanischen Skateboard-Profis und Fotografen Ed Templeton.

Belgische Schokolade : Der Schokoholiker

Dominique Persoone ist einer der besten Chocolatiers der Welt. Der Belgier bringt nicht nur Kinder zum Träumen – er eröffnet auch ganz neue Geschmackswelten.

Immobilienfinanzierung : Familie Zimmermann: Eigentum unmöglich

Als Sigrid und Rolf Zimmermann vor einem halben Jahrhundert ihr Haus bauten, war viel Muskelkraft nötig. Für ihren Sohn Carsten ging es mit Eigenkapital und etwas Geschick. Die Enkel Finn und Joschka dagegen werden es sehr schwer haben.

Wolle der Vicuñas : Das Gold der Götter

Die Vicuñas, die wild lebenden Verwandten der Alpakas, liefern die teuerste Wolle der Welt und sichern vielen Menschen in den Anden die Existenz. Einst wären sie beinahe ausgerottet worden.
Dieses Bild haben wir mit Hilfe Künstlicher Intelligenz angereichert. Echt sind die Frankfurter, die Ende Mai am Mainufer mit Blick auf die Skyline auf der Wiese liegen.

Wie KI manipulieren kann : Das ist kein Foto, das sieht nur so aus

Die Firma Adobe hat ein neues Werkzeug, mit dem Bilder bearbeitet werden können: „Firefly“ stützt sich auf Künstliche Intelligenz. Man gibt als Text ein, was das Bild zeigen soll – schon ist es da. Für den Fotojournalismus ist das eine Herausforderung.
Sadayasu Miyazaki ist leidenschaftlicher Leica-Fachmann.

Handarbeit in Kleinserien : Optischer Feinschmecker in einer Nische

So geht Unternehmertum: Der 82 Jahre alte Leica-Fan Sadayasu Miyazaki produziert in Kleinserien und zu Hause Objektive für Leica-Kameras. Es gibt eine große Szene von Fotografieliebhabern, die sie nachfragen.

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    Die Bevölkerung Japans wird immer älter. Beinahe ein Drittel aller Japaner ist mittlerweile 65 Jahre oder älter. Das hält sie jedoch nicht davon ab, sich auch im Alter fit zu halten – zum Beispiel mit Fußball.
  • Portrait Sherwood 2022

    Blinde Fotografie : Das Unsichtbare sichtbar machen

    Die Welt ist voller Bilder. Nicht jeder kann sie sehen. Der Fotograf Gerald Pirner erobert sich künstlerisch die Welt des Sichtbaren zurück – Bild für Bild.
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    US-Internierungslager Manzanar : Zwischen Stacheldraht und Bergketten

    Eingebettet zwischen der Sierra Nevada und den Inyo Mountains befindet sich Manzanar – nach dem Angriff auf Pearl Harbor diente der Ort als Internierungslager. Bilder des Fotografen Ansel Adams zeigen das Leben der Menschen dort.
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